13.02.2010 02:14 Uhr

Dresden: Instrumentalisierung von links und rechts

Am 13. Februar werden Neonazis aus ganz Europa anlässlich des Jahrestages der schweren alliierten Bombenangriffe auf Dresden im Zweiten Weltkrieg einen “Trauermarsch” in der sächsischen Metropole veranstalten. Dagegen macht ein Bündnis aus linken und linksextremen Gruppen mobil. Gewaltsame Ausschreitungen sind wie in den Vorjahren zu befürchten.

“Es ist unerträglich wie Neonazis und Linksextremisten die schrecklichen Ereignisse von Dresden für ihre Zwecke instrumentalisieren, wie sie ihrem Hass freien Lauf zu lassen wollen”, äußerte sich der IDS-Koordinator Marco Kanne. “Besorgniserregend ist jedoch auch der Umgang der Zivilgesellschaft, insbesondere der Medien, mit den Motiven der Linksextremisten. Die protestieren nicht einfach nur gegen die Neonazi-Demonstration, sondern verfolgen eine gegen Freiheit und Menschlichkeit gerichtete Agenda. Hier wünschte ich mir mehr Differenziertheit und Aufklärung bei der Berichterstattung. Die Parole ‘Gegen rechts!’ darf kein Freifahrtschein für die Linksextremisten sein.”

“Wer wie die Linksextremisten ‘Deutsche Täter sind keine Opfer!’ gröhlt, der steht dem kollektivistischen Denken der Nazis ganz offensichtlich in nichts nach. Von menschenverachtenden Parolen wie ‘Bomber Harris - Do it again!’ will ich da gar nicht erst reden”, erklärte Kanne weiter. “Die Linke will in revisionistischer Absicht und aus politischem Kalkül allen Deutschen eine Schuld an den Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes andichten und damit Verbrechen gegen unschuldige Menschen rechtfertigen. Schuld tragen aber nur jene, die sich auch individuell schuldig gemacht haben. Es gibt keine Kollektivschuld. Eine andere Auffassung wäre mit den liberalen Werten der Aufklärung und des Individualismus grundsätzlich nicht zu vereinbaren.”

Kanne weiter: “Das kollektivistische Denken der Linksextremisten ist letztlich nichts anderes als der geistige Anschluss an die krude Idee der Nazis von der ‘Volksgemeinschaft’. Menschen sind jedoch Individuen, ausschließlich verantwortlich für sich selbst und nicht anonymer Teil eines wie auch immer gearteten Kollektivs.”

“Bendenklich ist auch, wie selbstverständlich einmal mehr Grüne und Gewerkschaften mit gewalttätigen Linksextremen zusammengehen. Die Abgrenzung zu Extremisten, die sie von anderen nicht müde werden zu fordern, würde ihnen selbst mal ganz gut tun. Wer mit Feinden der Freiheit gegen Feinde der Freiheit vorgehen will, spielt - ob bewusst oder unbewusst - ein gefährliches Spiel”, stellte der Koordinator der IDS abschließend fest.