In einem offenen Brief haben sich zehn deutsche Professoren ablehnend zur neuen Strategie der Extremismusbekämpfung der schwarz-gelben Koalition geäußert. Denn entsprechend des Koalitionsvertrages zwischen CDU, CSU und FDP sollen die menschenverachtenden und freiheitsfeindlichen Bestrebungen des Linksextremismus und Islamismus nicht mehr länger ignoriert werden. Der Koordinator der IDS, Marco Kanne, erklärt hierzu:
“Die Empörung der zehn Professoren über die neue schwarz-gelbe Strategie der Extremismusbekämpfung ist irrational, heuchlerisch und schlicht falsch. Falsch ist beispielsweise die immer wieder behauptete ‘Gleichsetzung’ von Rechtsextremismus, Linksextremismus und Islamismus. Es gibt natürlich zwischen diesen Extremismen Gemeinsamkeiten: Alle Extremisten wollen die Freiheit des Einzelnen zerstören. Warum sollte man das denn verschweigen?
Darüber hinaus gibt es natürlich aber auch viele Unterschiede. So ist beispielsweise die Zahl erfasster linker Gewalttaten nach allen seriösen Datenbeständen nicht nur höher als jene von rechts, linke Gewalttäter gehen weiters viel organisierter und gezielter vor, was ihre Gefährlichkeit für die Gesamtgesellschaft nochmals erhöht. Auch dies sollte selbstverständlich genannt werden.
Was allerdings an der Rückkehr der Bundesregierung zum staatlichen Neutralitäts- und Äquidistanzgebot eine ‘Gleichsetzung’ von Linksextremismus, Rechtsextremismus und Islamismus sein sollte, muss vernunftbegabten Menschen ein Rätsel bleiben. Schließlich würde ja auch niemand behaupten, der Staat setze Grippe und Brustkrebs gleich, weil er gegen beide Krankheiten mit staatlichen Programmen vorgeht.
Nein, so viel berechtigte Kritik es an der staatlichen Extremismus-Bekämpfung zu äußern gäbe, der haltlose Vorwurf der ‘Gleichsetzung’ in Richtung Schwarz-Gelb ist irrational und schlicht falsch. Aus diesem Grunde wird er auch von den allermeisten, den aufgeklärten Menschen in unserem Land nicht geteilt.
Allerdings kann es auch nicht unbedingt verwundern, dass der Blödsinn gerade von jenen Leuten kommt, die da unterschrieben haben. Denn die Unterzeichner können durchaus zu den ‘üblichen Verdächtigen’ gezählt werden, denen angesichts bevorstehender Aufklärung über den Linksextremismus Angst und Bange wird, dass ihre eigenen Verstrickungen ans Licht des Tages geraten. Es überrascht deshalb ferner ebenso wenig, dass einschlägige Publikationen wie Junge Welt, Neues Deutschland, die tageszeitung oder Netz gegen Nazis journalistisch wohlwollend sekundieren.
Da wäre beispielshaft Christoph Butterwegge zu nennen, der momentan eine Professur an der Uni Köln inne hat und bekennender Marxist ist. Die SPD sah sich auf Grund seiner extrem linken Positionen in den 1970ern gezwungen, ein Parteiordnungsverfahren gegen Butterwegge einzuleiten, das zu seinem Ausschluss führte. SPDler des linken Flügels - darunter auch Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder - betrieben später eine Wiederaufnahmekampagne zugunsten Butterwegges und anderer Linksextremisten.
Noch in den 1980ern rechtfertigte der umstrittene Sozialwissenschaftler das mörderische Grenzregime der sozialistischen DDR-Diktatur. Wer einem sozialistischen System nicht gestatte, ‘Gewalt anzuwenden, um die Machtstellung der Arbeiterklasse zu verteidigen’, verlasse nach Butterwegges schiefem Weltbild ‘den Boden des wissenschaftlichen Sozialismus.’ Von seinen menschenverachtenden Positionen ist Butterwegge bis heute niemals abgerückt.”



